3-7: Uni- oder multipolare Weltkultur?
Zunehmend sorgen internationale Normen dafür, dass weltweit bestimmte Begriffe dieselbe Bedeutung haben und das nach einheitlichen Messverfahren gemessen wird. Die internationale Norm ISO 20282 stellt z.B. fest, dass es bezüglich der Handhabung von Industrieprodukten keine nennenswerten Unterschiede zwischen den benötigten Fähigkeiten der Menschen in den verschiedenen Ländern gibt, und dass die Varianz der Menschen innerhalb eines Landes größer ist als die zwischen den Ländern.[1] So kann man Mobiltelefone und Autos in alle Welt verkaufen, und die Menschen kommen überall damit klar, wenn nur die Gebrauchanleitungen und Beschriftungen in ihre Sprachen übersetzt sind. Man kann diese Erkenntnis der Normungsexperten gar nicht hoch genug bewerten, löst sie doch die bislang geltende eher rassistische Ansicht in den Wissenschaften ab, dass die einen Völker so und so viele IQ-Punkte-mehr hätten als die anderen. Inzwischen dominiert die weiterentwickelte Auffassung, dass diese Mittelwertsunterschiede zwischen den Völkern angesichts der weiten Überlappungen der Gaußverteilungen nicht relevant sind und die Völker sich mehr ähneln als unterscheiden.
Schwieriger stellt sich die Angelegenheit bei kulturell-rechtlichen Dingen dar, denn hier rührt man an die Stelle, wo die Völker der Erde wirklich noch Verschiedenheiten aufweisen: an ihrem Verdauungsapparat und ihrem Geschmack. Hier gibt es Unterschiede, die man berücksichtigen muss. Der unterschiedliche Geschmack erscheint teils genetisch determiniert. So haben die Asiaten einige Enzyme zum Abbau von Alkohol nicht so wie Europäer und sind deswegen leichter betrunken, und Schwarze neigen durch ihre Blutbeschaffenheit leichter zur Sichelzellenanämie, sind aber relativ immun gegen Malaria.
Die enzymatischen Unterschiedlichkeiten wirken sich insbesondere in den verschiedenen Geschmacksrichtungen beim Essen aus. Redakteure der Süddeutschen Zeitung versandten Esskörbe mit deutschen Spezialitäten in alle Welt und ließen sich berichten, wie es denn so geschmeckt habe. Von der deutschen Leberspätzlesuppe wurde es den Kenianern fast schlecht, sie wurde als „Hühnerkotsuppe“ tituliert; die Blutwurst kam dagegen gut an. Die Kohlrouladen schmeckten ihnen nach nichts, und bei der braunen Soße dazu waren sie froh, dass sie nicht so schmeckte, wie sie in ihren Augen aussah. Auch im Kongo fand man die Leberspätzlesuppe eklig, mochte aber die Blutwurst. Die Kenianer warfen die Kieler Sprotten weg, aber für die Grönländer waren die Sprotten der siebente Himmel. In Russland fand man die Kieler Sprotten ungenießbar, ebenso wie die Kohlrouladen. Es fehlte ihnen Kümmel dran. Den Indern war der deutsche Fresskorb nicht scharf genug. Der Senf schmeckte ihnen wie bittere Marmelade, und sie fanden auch, dass sich das Essen nicht gut genug anfühlte, weil sie ja mit den Fingern essen. Die Inder mochten aber dass deutsche Sauerkraut, das sonst überall durchfiel, aber sie würzten es kräftig nach.[2]
Bezüglich dessen, mit welchen Gerüchen und Farben sich die Völker gern umgeben, bestehen ebenso deutliche Unterschiedlichkeiten, die auch mit dem enzymatischen Bereich verbunden sein können, so dass es hier insgesamt auch bei weitestgehender Globalisierung so schnell nicht zu Anpassungen kommen kann. Viele derartige Unterschiede können zusammen mit den besonderen klimatischen Lebensbedingungen bedingen, dass manche unterschiedliche Gebräuche wohlbegründet sein mögen.
Das mag auch manche rechtlichen Unterschiede erklären, denn was in dem einen Land ein Verbrechen ist, muss in einem anderen Land keine Straftat sein, auch wenn manche Unterschiede bizarr erscheinen. So ist in Österreich ist Beihilfe zum Suizid strafbar, in Deutschland nicht. Wer mit einer manipulierten Fotokopie arbeitet, wird in England bestraft, in Deutschland nicht. Waffenbesitz ist in den USA erlaubt, in Deutschland nicht. In England können auch Kinder angeklagt und verurteilt werden, die noch keine 14 Jahre alt sind, in Deutschland nicht. In den USA ist es verboten, Kinder im Freien nackt baden zu lassen, in Deutschland nicht. Und die Leugnung des Holocaust ist in Deutschland ein rechtsradikales Verbrechen, während sie in England und in den USA unter die Meinungsfreiheit fällt.[3] Im Ausland schüttelt man über einige deutsche Verordnungen den Kopf, wie z.B. über die „Bundesrasenmäherverordnung“, die besagt, dass man nach 22 Uhr nicht mehr Rasen mähen darf. Einige amerikanische Verordnungen haben es aber auch „tierisch“ in sich:[4]
· In Sterling/Colorado muss eine frei laufende Katze Rückstrahler tragen
· In Barber/North Carolina dürfen Katzen nicht mit Hunden kämpfen
· In Oklahoma ist es untersagt, Hunden gegenüber Grimassen zu schneiden
· In Maryland ist es verboten, einen Löwen mit ins Kino zu nehmen
· In Los Angeles verbietet ein Gesetz die Jagd auf Motten unter Straßenlaternen
· In Brooklyn dürfen Esel nicht in der Badewanne schlafen
· In Kalifornien darf eine Mausefalle nur von Personen mit gültiger Jagderlaubnis aufgestellt werden
· In Kalifornien dürfen sich Tiere nur paaren, wenn sie mehr als 1500 Fuß von der nächsten Kirche, Kneipe oder Schule entfernt sind, und
· in Fairbanks, Alaska, dürfen die Bewohner es nicht zulassen, dass sich zwei Elche auf offener Strasse paaren
Insgesamt erscheint auf der gegebenen humanbiologischen Grundlage und dem sittlich-kulturen Oberbau heute eine multipolare Welt noch notwendig, auch wenn ein zunehmendes Zusammenwachsen der Völker erkennbar ist. Man muss die Völker essen und anbauen lassen, was sie essen und verdauen können. Man muss es jedem Volk gestatten, sich eine Umgebung aufzubauen, wie sie von ihm gebraucht und gemocht wird. Warum auch sollte man den Spaniern ihren Stierkampf nicht lassen, den Amerikanern ihre Rodeos, den Indern ihre heiligen Kühe und den Deutschen ihren Tierschutzverein, so dass jeder Mensch die Möglichkeit hat, so zu leben, wie er es braucht und wie er es mag. Wichtig ist doch vielmehr, dass die humanbiologischen Grundlagen vorhanden sind, einander zu verstehen, miteinander Handel zu treiben, dieselben Produkte zu nutzen, und sich diese Welt miteinander zum gemeinsamen Vorteil einzurichten.
Noch vor kurzem hätte man in Deutschland gar nichts gegen eine unipolare amerikanische Vorherrschaft auf dieser Welt gehabt, mag man als Deutscher den American Way of Life doch lieber als das Leben im Irak, in Pakistan oder Korea, verbinden wir mit Amerika doch auch Marilyn Monroe, verrückte rosarote Straßenkreuzer, Musiker wie Elvis, die Beach Boys, Joan Baez, Cat Stevens, liebenswerte Schauspieler wie James Stewart samt seinem unsichtbaren Hasen Harvey, Woody Allen, oder die phantastische Barbara Streisand, Liza Minelli, die Blues Brothers, isst man als Westler doch lieber Hamburger als Hundefleisch, findet man das Schächten der Schafe grässlich, will man als westlicher Mann Frauen nicht unbedingt in die Verschleierung zwingen, ist man für die Gleichberechtigung, empfindet man die Sitte der Beschneidung doch als Grausamkeit, und findet man Handabhacken als Strafe für Diebstahl und Steinigen für außerehelichen Sex überzogen. Aber so wie die US-Politik derzeit läuft, profitiert heute einzig und allein eine kleine US-Elite aus amerikanische Ölfirmen, Banken und Rüstungsbetrieben sicher von der amerikanischen Politik, während es der Wirtschaft aller anderen Nationen und dem Großteil aller Bevölkerungen zunehmend immer schlechter geht, einschließlich einem Großteil der US-Bevölkerung. Nach offiziellen Berichten von 2008 sollen 36,2 Mio Amerikaner oft nicht genug zum Essen haben, ein Drittel von diesen sogar von Zeit zu Zeit hungern müssen.[5]
Die Elite sitzt im US Kongress, in großen amerikanischen Firmen und Banken und im CIA, und sie will die ganze Welt beherrschen. Ein Land nach dem anderen bringen sie unter ihre Kontrolle, indem sie es militärisch unterwerfen und dann Politiker ihrer Wahl demokratisch an die Macht bringen. Das Vorhaben läuft praktisch seit dem letzten Weltkrieg, es ist aber noch nicht abgeschlossen und wird wohl letzten Endes nicht gelingen. Zwar haben die Amerikaner viele kleine Staaten unter ihre Kontrolle bekommen können, doch da sind immer noch einige große Staaten übrig, die nicht vorhaben, sich so ohne weiteres übernehmen zu lassen. Da würde es eher zu einem dritten Weltkrieg kommen. Und auf den bereitet sich die US-Elite vor. In ihrem Wahn halten sie den größten Militärapparat aufrecht, den es in der Menschheitsgeschichte je gegeben hat. In ihrem Wahn zwingen sie alle westlichen Demokratien zur Unterstützung und saugen deren Gelder, Werte und Rücklagen auf, um immer schlimmere Waffen zu erforschen und ein immer stärkeres Militär aufzubauen. Es geht nicht um die Verteidigung gegen Terroristen. Gegen ein Al Kaida-Netz mit Selbstmordattentätern aus afghanischen Höhlen braucht man keine 13 Flugzeugträger, 7.500 Panzer, tausende Interkontinentalraketen und einen Vorrat von über 10.000 Atombomben. Die US-Elite bereitet sich auf einen ultimativen Atomkrieg vor, und ihre Schriften lassen erkennen, dass sie auch den Verlust eines Großteils ihrer Bevölkerung hinzunehmen bereit sind. Die USA wären gern die einzig siegreiche Weltmacht nach einem ultimativen, weltumspannenden Atomkrieg, um dann endlich als Weltregierung über eine zertrümmerte, verbrannte, nuklear verpestete Welt mit Milliarden von Leichen uneingeschränkt herrschen zu können.
Und bis es soweit ist, was darf Deutschland also bei einer noch stärkeren Unterstützung der USA wirtschaftlich erwarten? Es liegt auf der Hand: es sind erhöhte Einzahlungen für die NATO, für die WTO, für den IWF und die UNO. So bleiben immer weniger Freiräume für nationale Investitionen. Bedeutende Erfindungen werden schon im Vorfeld ausspioniert, ganze Firmen ins Ausland verlagert, die innovativen Firmen in die USA. Die Amerikaner werden zunehmend alle größeren deutschen Firmen unter Kontrolle nehmen und womöglich auch die Trinkwasser- und Elektrizitätsversorgung, die Mietwohnungen und die Strassen. Für 25 Mrd € haben zwischen 2003 und 2006 ausländische Investoren 600.000 Wohnungen in Deutschland übernommen.[6] Nach Abschluss der Übernahmephase werden die Preise steigen. Wenn die Amerikaner über ihre Abhörstationen mitbekommen, dass ein Unternehmen Geld angespart hat, wird man dafür sorgen, dass die Ersparnisse an die USA abfließen, indem geeignete Leute in den Aufsichtsrat und die Führung der Firma eingeschleust werden, die dann z.B. eine marode amerikanische Firma zu überzogenem Preis kaufen und sie vielleicht hinterher sogar gratis zurückgegeben. Man muss erkennen, dass die amerikanische Regierung sich selbst bei größter Anbiederung (Appeasement-Politk) von deutscher Seite keinesfalls freundlich gegenüber den Deutschen verhält, sondern nur ihr Eigeninteresse im Sinn hat. Deutsche gehören für die US-Regierung auf die Seite der Sklaven und Vasallen, von denen sie leben will und Tributzahlungen bekommen möchte.
So bedeutet eine Fortsetzung der amerikanischen Vorherrschaft für alle befreundete Nationen: Faustrecht, Krieg und Terror, Folter und Grausamkeit, Ausbeutung und Versklavung, Überwachung und Demütigung, Ungerechtigkeit und Showprozesse, Propaganda und Lüge, Gier und Verlogenheit. Soll man sich da wirklich einordnen und darauf hoffen, durch möglichst große Nähe zum „Herrchen USA“ wie ein Hund besonders gut von den Krümeln leben zu können, die da vom Tisch fallen? Soll das ein dauerhafter Zustand werden? Soll man als Weißer und Westler bald überall in der Welt verhasst sein und nirgendwohin mehr reisen können, weil die US-Regierung mit ihren Daisy-Cuttern und Bunkerknackern überall deutliche Bombenspuren der Verwüstung hinterlassen hat, und überall jemand durch den Terror der USA ein Familienmitglied verloren hat?
Und welches Modell des Lebens hätten die Amerikaner den Europäern zu bieten? Will Europa eine kleine Version des American Way of Life?
Wenn wir den amerikanischen Vordenkern Wolfowitz und Kristol zuhören, dann steht die Menschheit vor der Alternative, entweder mit der Marktwirtschaft zu brechen oder mit zunehmenden sozialen Differenzen, zunehmender Gewalt und molekularen Bürgerkrieg zu leben. Die US-Eliten glauben, bereits heute dafür Vorsorge schaffen zu müssen. Auf Staatsniveau führt das zur Installation der größten Armee der Erde, auf dem Niveau des Einzelnen zu eingezäunten, bewachten Reservaten, sog. „Gated Communities.“ Diese sind das künftige Lebensmodell für die Wohlhabenden.[7] Man erkennt dieses Lebensmodell heute schon deutlich, es ist in den USA schon am Hochwachsen. Sicher, in diesem Modell fehlt es den Betuchten an nichts von allem, was man für Geld kaufen kann: Ferraris, Yachten, Villen, alles vorhanden, und von allem, soviel sie wollen. Die Anwesen der wohlhabenden Bürger müssen allerdings paramilitärisch geschützt werden, die großen Wohnhäuser der Reichen in der Stadt bedürfen der bewaffneten Portiers, auf dem Land sind die Villenviertel eingezäunt, es sind schwer bewachte Enklaven mit Schrankenhäuschen an einer Eingangsstrasse, an denen bewaffnete Pförtner nur bestimmten Personen Einlass gewähren. Und dann fahren die Wohlhabenden von einer Gated Community zur nächsten, in einer gepanzerten Limousine, und sie blicken durch schussfestes Glas. Und die Kinder müssen einen gepanzerten Bus zur Schule nehmen, der von paramilitärischen, bewaffneten Truppen ringsum eskortiert wird. Body Guards sichern jedes Erscheinen in der Öffentlichkeit, ärztliche Notdienste sind immer in der Nähe, und das Tragen einer schusssicheren Weste wird empfohlen. Die Gated Community umfassen nämlich nicht die USA insgesamt als Land, sondern sie sind nur kleine, verstreute Fleckchen über die USA verstreut und ebenso in anderen Ländern diese neuen Welt der Reichen. Und je krasser der Unterschied zwischen den Besitzenden und den Armen im Lande wird, umso wichtiger werden die Reservate für die Besitzenden. Denn der American Way of Life wird durch die Armut der anderen erkauft. Soll dieser Lebensstil aber das Vorbild und Muster für die ganze Welt werden, soll der Lebensraum Welt überall auf solche eingezäunten Enklaven begrenzt werden? Soll für 80% der Menschen alles Streben darin bestehen, auf die andere Seite vom Zaun zu kommen?
Die heutigen europäischen Dörfer und frei zugänglichen Städtchen mit ihren gewachsenen Strukturen, ihren idyllischen Ortskernen mit den alten, engen Gassen, den Marktplätzen, Kirchen, Bäckereien, den gepflegten Parkanlagen, Restaurants und Cafes, den urigen Apotheken und Buchhandlungen haben da einen durchaus konkurrenzfähigen Charme und verbreiten einen Zauber, den die auf Kommerz getrimmten Plastikwelten von MacDonalds und Burger King nie erreichen werden. Würden wir das unbewachte, freie Schlendern in den Strassen nicht missen, nicht das unbewachte Sitzen in der Sonne eines Straßencafes? In Europa kann man es sogar noch erleben, dass auch Präsidenten ohne erkennbaren Schutz reisen. So konnte man den ehemaligen deutschen Bundespräsidenten Carstens ganz privat im IC zu seiner Arbeit nach Bonn fahren sehen. Er trug manchmal eine Art derben Islandpulli und ging allein freundlich lächelnd durch den Gang und setzte sich auf einen Platz. Wer ihn erkannte, grüßte ihn. Von Body Guards keine Spur. Ähnlich reisen in Deutschland und Europa auch andere Bekanntheiten noch mit öffentlichen Verkehrsmitteln.
Derzeit steuert die Welt aber auf Gated Communities zu, weil die heutige amerikanische Führungselite es so will. Wer ein Räuberleben führt, der braucht zwangsläufig Schutz vor der Rache seiner Opfer. Insofern kann das Ausmaß des Schutzes auch ein Indikator dafür sein, wie sehr andere einen Grund zur Rache an der geschützten Person haben, auch wenn die offizielle Diktion der USA besagt, dass die Schutzbedürftigkeit wegen der Terroristen und der Verrückten nötig geworden sei. Weil sie genügend schlecht mit allen anderen umgeht, geht es für sie nicht anders. Da gehört man dann entweder zur Oberklasse dazu, oder nicht. Es wird deswegen heute zunehmend wichtiger, dass die Menschen aktiv werden, wenn sie sich eine alternative Welt und ein freundliches, „altes Europa“ bewahren wollen. Das sieht auch der Autor Karl Müller von der Zeit so: [8]
„Je länger aber diejenigen warten, die heute noch in relativem Wohlstand leben und noch das Wissen haben und die äußeren Bedingungen vorfinden, um friedlich aktiv zu werden, desto wahrscheinlicher wird das Horrorszenario. Schon haben die Klassenkämpfer von oben begonnen, mit offener Gewalt vorzugehen. Noch trifft es nicht diejenigen, die noch Widerstand leisten könnten. Es trifft Menschen in Afrika, auf dem Balkan, in Afghanistan oder im Nahen Osten, Menschen also, die über Jahre hinweg entmündigt und erniedrigt wurden. Und wir Wohlstandskinder? Was ist los mit uns Bürgern aus dem «verbeamteten Mittelstand»? Wollen wir warten, bis auch wir nur noch die Möglichkeit haben, um unsere Existenz zu kämpfen - oder hoffen wir vielleicht im tiefsten Inneren, dass es so schlimm schon nicht kommen wird - zumindest für uns selbst nicht? Aber wer soll uns dann noch helfen, wenn auch wir an der Reihe sind?“
Und Jürgen Möllemann sagte es am Ende seines Buches ähnlich:
„Wir kommen nicht deshalb nicht weiter, weil Politiker, Manager und Funktionäre nicht wüssten, was notwendig ist, sondern weil sie sich nicht trauen, und weil es für sie ganz persönlich – noch! – nicht nötig erscheint. Erst wenn sie die Folgen am eigenen Leib spüren, werden sie aufwachen. Aber dann wird es für viele Menschen, auf deren Leben und Zukunft sie herumtrampeln, vielleicht schon zu spät sein.“
Mit Frankreich zusammen wäre derweilen durchaus ein europäisches Gegenmodell möglich, denn gegen Frankreich können sich die USA nicht durchsetzen, weil Frankreich eine Atommacht ist. Frankreich zog in der NATO nicht mit, und es war Frankreich, das Europa aufzubauen half. Gegen alle Widerstände. Die Zeitschrift Time verbrämte den Euro lange als Belastung und Totgeburt. Doch die Einführung klappte reibungslos und inzwischen überrundet der Euro den Dollar als Leitwährung, und der Airbus überrundete Boing. Allerdings gelang es den USA, mit Herrn Sarkozy einen treuen Vasall als Präsidenten zu installieren.
Die amerikanische Regierung präsentiert heute nicht mehr den Willen der amerikanischen Bevölkerung, sondern sie stellt ein Regime dar, das auch die eigene Bevölkerung zunehmend unterdrückt. Und in mehr oder minder sanften oder krassen Spiegelbildern zieht sich dieses Bild heute über den Großteil der westlichen Welt. Die meisten westlichen Regierungen spiegeln längst nicht (mehr) den demokratischen Willen ihrer Völker wieder, sondern sie kontrollieren als Marionettenregierungen und treue amerikanische Vasallen die Bevölkerungen und beuten diese nach Strich und Faden aus. So wie es aussieht, müssen die Menschen über die ganze Welt hinweg derzeit sehr acht geben, dass die westlichen Regierungen nicht endgültig von dem amerikanischen Regime an sich gerissen werden und es eine unipolare Willkürregierung des Westens unter amerikanischer Führung gibt.
Und zur Erinnerung: Die Rassentrennung in den USA wurde nicht auf Wunsch der Regierung aufgehoben sondern wegen revoltierender Schwarzer. Die Mauer zwischen Ost- und Westdeutschland fiel auch nicht auf Wunsch der Regierungen, sondern wegen eines Aufstandes der in Ostdeutschland lebenden Menschen. Und auch der 8-Stunden-Tag und die 5-Tage-Woche kamen nicht durch die Fürsorge von Regierungen zustande, sondern durch Bürgerbewegungen (Gewerkschaften).
[1] ISO DIS 20282: Ease of operation of everyday products, International Standardisation Organization, Genf, 2004, www.iso.ch
[2] Klopse für Kenia, Süddeutsche Zeitung Magazin, 2001.
[3] Dieter Hipp: Widerstand gegen die zackige Rechtshilfe, Spiegel online, 8.7.2003.
[4] Tierrundschau Nr 0050, Tierschutzliga in Deutschland e.V., 94118 Wollaberg.
[5] Immer mehr Amerikaner haben nicht genug zuessen, www.reuters.com, 18.11.2008.
[6] Hermann Patzak: Politik als Erfüllungsgehilfin internationaler Immobilienspekulanten. http://staatsbriefe.de/1994/2006/reits.pdf, 25.5.2006.
[7] Telepolis Operetten …s.o.
[8] Karl Müller, Zeit-Fragen, 16.06.2003, http://www.zeit-fragen.ch/ARCHIV/ZF_106a/T10.HTM
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ja der karlheinz sagt alles richtig seitdem die amerikaner alle lander beherschen wollen gibt es nur noch mord und totschlag sie sind erst 230 jahre alt und machen ihr land und die welt zur sau ihre eignen leute haben genug von den luegen und verbrechen die sich die regierung leistet es ist nicht besser geworden nur schlechter die alte verfassung wird nicht mehr gebraucht nur dagegen gewahlt
AntwortenLöschenalle lander leiden von der selben krankheit sie mussen sich absondern von amerika und ihre eignen sachen machen der amerikanische weg zum leben ist nicht der richtige fuer europa und schon lange nicht fuer DEUTSCHLAND