2-7: Bedingungsfaktoren der öffentlichen Meinung


»Ja, was man so erkennen heißt!
Wer darf das Kind beim rechten Namen nennen?
Die wenigen, die was davon erkannt,
die töricht genug ihr volles Herz nicht wahrten,
dem Pöbel ihr Gefühl, ihr Schauen offenbarten
hat man von je gekreuzigt und verbrannt.«

Wolfgang von Goethe



Mit dem Internet erreicht die Menschheit heute nach der Erfindung des Buchdrucks noch einmal eine neue Stufe der Aufklärung.[5] Das wollen die alten Inhaber der Realität aber natürlich nur ungern wahrhaben. Inzwischen ist der Führungselite bewusst geworden, dass sie durch das Internet die Hoheit darüber verliert, die Realität zu ihrem Gunsten interpretieren zu können. In dem geheimen Maßnahmenpaket „Information Operation Roadmap“ zur elek­tronischen Kriegsführung erklärte US-Verteidigungsminister Donald Rumsfeld, dass man das Internet wie ein feindliches Waffensystem bekämpfen müsste. Mit Verleumdungskampagnen hat auch Deutschland seitdem versucht, die Kontrolle über das Internet zu erlangen, und rückte dazu Kinderpornografie, Copyright, Terrorismus und Rechtsradikalismus in den Mittelpunkt, und die SPD-CDU-Regierung verabschiedete gehorsam Gesetze zur Internet-Zensur. Doch zur Bekämpfung von Kinderpornografie sind Internet-Sperrlisten eine lächerliche Eulenspiegelei, so werden die betreffenden Seiten nicht einmal zerstört sondern lediglich vor den Augen versteckt, und so fängt man keinen einzigen Peiniger, so rettet man kein einziges Kind, ja man setzt die Kinder weiterhin ihren Peinigern aus, die ihre Bilder wie bisher weiter auf den alten Wegen, über Magazine, Videos und kodierte Fernsehkanäle verbreiten dürfen. Internet-Sperren schützen die Verbrecher, nicht die Kinder, und jeder Computer-Kenner weiß, wie eine gesperrte Seite durch den Betreiber in nur 5 Minuten leicht durch eine neue Domain oder Subdomain ersetzt werden kann.


Wie noch nie zuvor steht den Regierungseliten sozialpsychologisches Wissen zur Verfügung, um Meinungen und Haltungen gezielt an den Mann zu bringen. PR-Beratungs­unternehmen und Kommunikationsspezialisten wissen, wie man ein Image gezielt aufbaut und Meinungen gezielt verbreitet. Es ist nicht verkehrt, selbst ein wenig von diesen psychologischen Methoden zu erfahren, sei es nur, um die Methodik zu durchschauen. Zumindest die Methoden Ankerreiz, Peer Group Pressure, zentrale Tendenz und ABX-Theorem sollte man kennen. Diese und einige weitere Prinzipien mehr werden hier dargestellt.

Als bei Möllemanns Tod sehr schnell als erstes die Nachricht verbreitet wurde, es handele sich hier wahrscheinlich um Selbstmord, wurde damit ein Ankerreiz gesetzt, der zu einer Tendenz führte, dass alle nachfolgenden Personen, die noch keine Ahnung von dem Fall hatten, als erstes von dieser Information ausgingen. Kon­träre Meinungen hatten es danach schwerer.

Als dann die übrige Presse und viele andere Organisationen einstimmten, auch ohne dass sie irgendwas wussten, wurde dadurch ein sog. „Peer Group Pressure“ aufgebaut, was es allen Bürgern psychologisch sehr schwer machte, sich außerhalb einer so weit verbreiteten Ansicht zu stellen. Da gehört dann schon ein starker Charakter dazu.

Ein ähnlicher Effekt ist die „zentrale Tendenz“. Alle geäußerten Meinungen haben die Tendenz, um einen Mittelwert herum zu liegen zu kommen und abweichende Meinungen sind selten. Die zentrale Tendenz übt einen psychischen Druck auf Menschen aus, wie die anderen zu sein. Und hier gilt „steter Tropfen höhlt den Stein“, also dass durch stete Wiederholung etwas quasi faktische Bedeutung erlangen kann.

Nach dem sozialpsychologischen ABX-Theorem führt die Assoziation einer Person mit einer anderen Person oder Angelegenheit, die eine bestimmte Wertschätzung hat, zum Abfärben. Wenn also Möllemann laufend mit Polizeiuntersuchungen und Steuerhinterziehungen und anderen kriminellen Angelegenheiten in Verbindung gebracht wurde, dann blieb davon etwas an ihm hängen, auch wenn er eine lupenreine Weste hatte. Sein Image nahm Schaden. So weist man dem Internet heute gern die Schuld am Selbstmord von Jugendlichen zu, weil dort Methoden des Selbstmords aufgeführt seien.
[1] Das Internet sei auch Schuld am Amoklauf des Schülers in Erfurt im Mai 2002.

In umgekehrter Form führt die Inbezugsetzung mit etwas Schönem oder Gutem dazu, dass positive Qualitäten abfärben. Diese Gesetzmäßigkeit wird insbesondere in der Werbung ausgenutzt, wo schöne Frauen zur Promotion von allen möglichen Produkten benutzt werden. Dieses Prinzip wird auch im Sinne des Slogans „mit einem Teelöffel Zucker schluckst Du jede Medizin“ verwendet. Es werden schöne, unschuldig aussehende Sprecherinnen benutzt, um gezielt subversive Meinungen zu verbreiten. Seriös wirkende geschulte Sprecher lesen von einem Blatt ab, was sie serviert bekommen und tragen es vor, ohne mit der Wimper zu zucken. So können auch härteste Lügen mit größter Effizienz verbreitet werden. Die natürliche zwischenmenschliche Prüfungsmöglichkeit, also wie sich jemand verhält, wenn er etwas sagt oder ob er vor Scham errötet, ist weggekoppelt. Nach dem gleichen Prinzip verwenden Magazine und Zeitungen Headlines und Titelbilder, um bestimmte Leser anzulocken. Aber im Text kommt dann etwas ganz anderes und so kann der genau richtigen Zielgruppe das Gehirn gewaschen werden.

Brutal, wenig subtil, aber überall praktiziert wird die Methode, den Journalisten von vornherein nur gewisse Informationen zukommen zu lassen, wie im Irak-Krieg, als man die Berichterstatter nach Gesinnung auswählte und über Medienkonzentration und Beherrschung dafür sorgte, dass nur die für eine bestimmte Richtung günstigen Informationen veröffentlicht wurden.

Schauspielerisch Qualifizierte übernehmen heute Statements auch mit dem gezielten Aufsetzen von Emotionen und genau austarierten Inszenierungen für die Masse. Viele Politiker haben ihr Talent in erster Linie hier und weniger als Problemlöser für die Bürger. Zum Irak-Krieg proklamierte Bush auf einem Flugzeugträger „Wir sind die Nation, die schon die Deutschen von Hitler befreit hat“, und im genau richtigen Moment hob ein einstimmiges, begeistertes Klatschen der Soldaten an. Selbstverständlich sagt er nicht „Wir sind die Nation, die den Indianern ihr Land weggenommen hat, die 100 Millionen Afrikaner für die Baumwollfelder versklavt und die zwei japanische Großstädte mit Massenvernichtungs­waffen zerstört hat“.

So kann man das Phänomen erleben, dass man sowohl den Sprecher der einen Partei als auch den politischen Gegner auf einer Tagung sprechen hört, und während sie so reden schaffen es beide, überzeugend zu sein, obwohl sie gegenteilige Positionen vertreten. Überzeugend war auch Powell mit seiner Informationsdarbietung in der UNO im Moment seiner Rede – auch wenn sich später inhaltlich alles als falsch herausstellte und die LKWs mit den Biowaffenfabriken sich als Wasserstoffaufbereiter für Wetterballone erwiesen, die aus England in den Irak verkauft wurden. Als das klar wurde, trieb die Presse aber schon wieder eine neue Sau durchs Dorf.
Auch mit Wortverdrehungen und Worterfindungen wird viel gearbeitet. Wie schon die Deutsche Demokratische Republik nichts Demokratisches an sich hatte, obwohl sie so hieß. So wie man die ermordeten Zivilisten zu „kollateralen Schäden“ umgetauft hat.

Einige Worte möchte man den Leuten neu beibringen, andere sollen sie verlernen. Der amerikanische Mediengigant AOL möchte den Deutschen gern das Wort „Heimat“ austreiben. Verwendet man das Wort in AOL 7.0, so gibt die Rechtschreibhilfe die folgende Fehlermeldung aus:
[2]

„Gefühlsbeladener Ausdruck. Schreiben Sie den Satz um. Negativ belastete Ausdrücke, besonders solche, die mit Faschismus und Krieg assoziiert werden, sind in förmlichen Schriftstücken unangebracht. Sie könnten falsch ausgelegt werden.“

Die deutsche „Gemütlichkeit“ ist ja auch schon fast getilgt und „Volksmusik“ ja fast verboten, Sänger wie Heino sind tief in die rechte Ecke gedrängt. PR-Kampagnen werden heute gezielt eingesetzt, um politische Ziele zu erreichen. So wissen wir heute durch die Freigabe von Dokumenten aus der Zeit des US-Präsidenten Dwight D. Eisenhower, dass das Pentagon einen Plan fertiggestellt hatte, wie man die amerikanische Öffentlichkeit und die Vereinten Nationen so gegen Kuba aufbringen könnte, dass ein militärisches Vorgehen gegen Kuba gerechtfertigt wäre. Der Plan sah vor, durch inszenierten Terrorismus ein negatives Bild von Kuba zu zeichnen. Es wurde geplant, Unruhen anzuzetteln, US-freundliche Kubaner in kubanischen Militäruniformen den US-Stützpunkt Guantanamo angreifen zu lassen und im Stützpunkt befreundete Kubaner als angebliche "Saboteure" festzunehmen. Es wurde vorgeschlagen, Munitionslager im Stützpunkt zu sprengen, Feuer zu legen und in der Nähe des US-Stützpunktes Aufstände anzetteln zu lassen. Flugzeuge sollten in Brand gesetzt werden, ein Schiff wollte man an der Hafeneinfahrt versenken und dabei große Feuer verursachen.
[3]

Nichts anderes ist bei den Golf-Kriegen passiert. Schon zur Rechtfertigung des ersten Golf-Krieges wurden Gräuelmärchen erzählt, wie z.B. dass irakische Soldaten in Kuweit in einer Klinik Neugeborne aus Brutkästen genommen, auf den Boden gelegt und sie dort sterben gelassen hätten. Später stellte sich heraus, dass die Geschichte von einer PR-Agentur erfunden war. Als Anlass für den zweiten Golf-Krieg musste die angebliche Bedrohung durch Massenvernichtungswaffen des Irak herhalten. Deutsche CDU-Politiker stimmten ein, dass auch Europa bedroht sei. Doch weder die UN-Inspekteure noch die amerikanischen Besatzungssoldaten konnten etwas finden. Ein pensionierter amerikanischer Colonel stellte denn auch 50 Lügen zusammen, mit denen die Öffentlichkeit bewusst in einen Krieg gegen den Irak gesteuert wurde.
[4]

Als Grundtheorem steht hinter dieser Informationspolitik die Annahme, dass der Mensch die Dinge nicht so sieht, wie sie sind, sondern allein so, wie er denkt, dass sie wären. Einige Fernsehsendungen verblüffen denn auch damit zu demonstrieren, dass es schwer sein kann, die Wahrheit zu erkennen, und sie wiegen damit alle Lügner in vermeintlicher Sicherheit. Ja, einige Zeitungen verbreiteten, dass es ganz normal sei, zu lügen, und jeder normale Mensch praktisch den ganzen Tag lang laufend lügen würde, dabei verkennend, wie destruktiv sich jede Lüge auf die Psyche eines Menschen auswirkt. Die Arbeit der Psychoanalytiker besteht denn auch darin, die krank machenden Lügen in der Psyche eines Menschen zu finden und aufzulösen, auf denen manche Menschen ihr Leben aufbauen.[6]

Die sinnliche Wahrnehmung des Menschen ist ungenau. Der menschliche Bildaufbau kann Täuschungen unterliegen, wie sie Zauberer auf Bühnen gern ausnutzen. Und das, was wir sehen, lässt sich völlig frei in Worte einbinden und positiv oder negativ darstellen. Das halbvolle Glas Wasser kann man bekanntlich auch als „halbleer“ bezeichnen. Jemand kann ein „Terrorist“ sein oder ein „Freiheitskämpfer“, er kann als „Soldat“ oder als „Mörder“ bezeichnet werden. Aber jedes Wort berührt einen anderen Bedeutungsraum und die Wahl der Worte ist deswegen wichtig.

Sich ein korrektes, unverlogenes und wahrhaftes Bild der Wirklichkeit aufzubauen ist ein Prozess, der das ganze Menschenleben anhält, und die perfekte Übereinstimmung ist nicht erreichbar, aber das Bild kann immer besser, genauer und zutreffender werden.

Es ist daher heute sehr wichtig geworden, die Information vom Überbringer zu trennen, durch die Worte hindurch die Fakten zu erkennen, und die Darstellungsart und Einfärbung der Information als Hinweis auf die Intentionen des Darstellers zu begreifen. In der Art der Überbringung steckt so manchmal mehr Information als in der Nachricht selbst.


[1] B5 aktuell morgens um ca. 7.00h zu einem SPD-Workshop über jugendliche Selbstmörder an dem Tag in München.
[2] Preußische Allgemeine Zeitung, Folge 25, 21.06.2003, S. 24.
[3] Walter Döbler und Renie M. Stickel: Operation Northwoods, Telepolis, 12.11.2003.
[4] Col. Sam Gardiner, http://www.earthisland.org/project/newsPage2.cfm? newsID=491&pageID=177&subSiteID=44
[5] Das Gutenberg Phänomen. Zeit Online, 14.09.2008.
[6] Franz Mayer: Die destruktive Kraft der Lügen. http://www.radio-utopie.de/, 21.6.2009.

8 Kommentare:

  1. Hallo Karl-Heinz,

    allein die bisherigen Zitate belegen, wie schnell man zu Ehren kommen kann, wenn man Dinge hinterfragt. Die Reflexe sind gut trainiert:
    Holocaust -->Rechtsradikaler, Holocaustleugner
    9-11 --> Verschwörungstheoretiker
    Hochfinanz --> Antisemit
    Deutsche Geschichte, jenseits von Knopp --> Nationalist, Revanchist, Nazi

    Allzu viel habe ich noch nicht gelesen, aber soweit ich das sehen kann sind die Sachen gut recherchiert und das Gefühl des Entsetztens, dass nach längerem Wundern manchmal auftritt, wenn sich raustellt, dass es schlimmer als befürchtet ist, kenne ich gut.

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  2. Danke für die positive Rückmeldung und die Reflex-Beispiele. Das stimmt prinzipiell so und es sind Folgen langjähriger Anwendung des beschriebenen ABX-Theorems. Auf die Ausbildung der einfachen Reflexe bin ich in dem Blog noch gar nicht eingegangen und werde das beim nächsten Update nachholen. Übrigens werden alle Blogs hier von mir immer wieder auf den neuesten Stand gebracht.

    Beste Grüße,
    Karlheinz

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  3. Link [4] funkt leider nicht

    (Ansonsten: tolle Arbeit, viel Lob)

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  4. Danke für die Rückmeldung. Leider funktionieren alle Links nicht automatisch, man muss ans Ende scrollen.

    Grüße von
    Karlheinz

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  5. Es wird viel über politische, mediale oder wirtschaftliche Macht gesprochen & kritisiert - die (psychologische) Macht der Bilder ist dagegen schon in unser Alltags- und Unterbewusstsein vorgedrungen u.fast unbemerkt als selbstverständlich implementiert.Erst kürzlich wurde mir als Zeitgenosse der 2.Hälfte des 20 Jh. bewusst welch ein Aufwand allein über die letzten 100 Jahre betrieben worden sein muss um die Bilder hinter den Bildern (o.vor der Wirklichkeit)mit Milliardenaufwand zu generieren
    und so Vor-Stellungen von Realität zu erschaffen.
    Das ist was neuerdings als "Mindcontrol" etikettiert wird und bedarf tatsächlich der De-Konditionierung, in vielen Fällen auch durch professionelle therapeutische Hilfe denn diese "Virtuellen Realitätsimplantate" interagieren auf fatale Weise mit unseren auf Sozialisation, Anpassung und Selbstverleugnung gedrillten Charakterprägungen - je labiler oder tiefer verletzte im Sinne von Lebens-Prägung ein Individuum ist - umso besser eignet es sich zur Gleichschaltung. Ein verheerender Kreislauf allerdings nicht ohne Hoffnung:

    Gelingt es sich dieser (Zitat C.Bukowski:"Couragemangel")Form der Gedankenkontrolle zu entziehen entdeckt man auch die Lüge oft schon in dem Moment in dem der Lügner sie ausspricht.
    Blair war in dieser Hinsicht ein aalglatter Vollprofi während z.B. Powell und Bush Jun. stets so wirkten als wären sie in die Rolle des Strohmannes gedrängt der nur mit grosser Anstrengung Lügen mit "professioneller Haltung" vorzutragen bereit ist - auch wenn letzterer im Verlauf seiner Amtszeit mehr "Format" entwickelte.

    Im Rückblick ist so manche Rede u. Aussage G.W.Bushs von einem fast nervös-angstvollen Unterton + unsicherer Mimik unterlegt, das es einem fast schon grotesk vorkommt dass so viele treue Anhänger dies als unmissverständliche Wahrheit von den Präsidentenlippen ablasen.....

    andre

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  6. Hallo Anonymer,

    wenngleich es im Rahmen der Mimik und Gestik Zeichen der Lüge geben kann, so ist doch die Gefahr des Irrtums sehr hoch und man sollte niemanden vorschnell verurteilen. (Bei Bush und Blair kann man allerdings nichts falsch machen.)

    Grüße von
    Karlheinz

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  7. Beim Lesen des vorletzten Absatzes fiel mir wieder ein Zitat ein:

    "Richtet euch nicht nach Hörensagen, nicht nach einer Überlieferung, nicht nach einer bloßen Behauptung, nicht nach der Mitteilung sogenannter heiliger Schriften, nicht nach logischen Deduktionen, nicht nach methodischen Ableitungen, nicht nach dem auf Augenschein beruhenden Denken, nicht nach lang gewohnten Ansichten und Vorstellungen, richtet euch nicht danach, ob eine vorhandene Erscheinung dafür spricht, auch nicht danach, ob ein Asket oder Lehrer es gesagt hat;

    wenn ihr hingegen selbst erkennt: diese Dinge sind verkehrt, diese Dinge sind nicht einwandfrei, diese Dinge, wenn ausgeführt, gereichen zum Unheil, zum Leiden für uns und andere, dann verwerft sie.

    Erkennt ihr dagegen: diese Dinge sind recht, diese Dinge sind einwandfrei, diese Dinge, wenn ausgeführt, gereichen zum Heil und Glück für uns und andere, dann nehmt sie an und lebt danach."
    Buddha

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  8. Danke Jan, für die Erkenntnis von Buddha. Ich staune immer wieder, wie gut manche schon vor Jahrhunderten bescheid wussten. - grüße von Karlheinz

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